UNTERKUNFT SUCHEN
UNTERKUNFT SUCHEN


Nächte
Abfahrt : 26/11/2017
Personen pro Zimmer/Wohneinheit
n.Erwachsene
n.Kinder

Die Welt der fassaner Ladiner



Einsam, majestätisch und umhüllt von leuchtenden Farben bei Sonnenauf- und untergang: die Dolomiten haben zu jeder Zeit die Blicke unzähliger Reisender angezogen. Das Val di Fassa ist aber nicht nur eine Bergwelt. Auch die volkstümlichen Traditionen der Ladiner wecken die Neugier und das Interesse vieler Gäste. Diese Ecke des Trenitno verführt, fasziniert und verbirgt einen historischen und kulturellen Schatz, dem jede Aufmerksamkeit gebührt. Willkommen im Land der Ladiner, einer ethnisch geschützten Minderheit, die mit Stolz seine kulturellen, gastronomischen und vor allem sprachlichen Wurzeln verteidigt, welche in der keltisch/rätischen Kultur liegen. Große Aufmerksamkeit wird dem Schutz des Territoriums, dem Zugehörigkeitsgefühl zur Gemeinschaft und der Liebe zu den Bergen gewidmet. Diese Aspekte spiegeln sich in den Legenden und Erzählungen, den unzähligen Veranstaltungen, dem Handwerk und nicht zuletzt in der herzlichen Gastfreundschaft dieser Gegend wider.

Museen, alte Scheunen "Tobiè" und Kirchen bieten einen interessanten und tiefen Einblick in die Geschichte und Kultur des Val di Fassa. Themenwanderungen und geführte Besichtigungen der einzelnen Ortschaften werden von Dolomiti Explora und den örtlichen Wanderführern organisiert.

Die Ladiner

Ein Volk, eine Sprache und eine tausendjährige Kultur

Die Ladiner sind eine Bevölkerungsminderheit von ca. 35.000 Personen, die in den fünf Tälern rund um den Sellastock (Fassatal, Grödnertal, Gadertal, Buchenstein, Ampezzo) leben und deren Bewohner die ladinische Muttersprache beherrschen. Diese unterscheidet sich jedoch von Tal zu Tal, denn jedes hat seine eigene Aussprache, welche zum Teil von anderen dominanten Sprachräumen wie die deutsche und italienische Sprache beeinflusst wird. Man spricht also: Fassaner Ladinisch - Val di Fassa, Grödner Ladinisch - Grödnertal, Gaderer Ladinisch - Abteital/Enneberg, "Buchensteiner Ladinisch" - Buchenstein mit Colle Santa Lucia und "Ampezzaner Ladinisch" - Ampezzo mit Cortina. Das Val di Fassa ist das einzige Tal in der Provinz Trient.


Geschichte des Val di Fassa

Das Val di Fassa auf Spuren der Vergangenheit

Das antike Wappen des Val di Fassa, durch ein Fresko aus dem Jahre 1607 im Bischofspalast in Brixen beurkundet, stellt den Hirten des Val di Fassa, zu ladinisch "l Pàster de Fascia", dar. In der Tat war einst die Viehzucht (überwiegend Schafzucht) die größte Einnahmequelle des Tales. Daran erinnert auch das "Monumento al Capraio" (Monument des Ziegenhirten) aus Bronze, das im Jahre 1983 vom Künstler Rinaldo Cigolla erschaffen wurde und heute auf dem kleinen Ortsplatz in Fontanazzo (Mazzin) zwischen der Kirche des Carmelo und dem Rathaus begutachtet werden kann. Möchten Sie mehr über die Geschichte und Kultur des Val di Fassa erfahren? Begeben Sie sich einfach in das ladinische Kulturinstitut Majon de Fascegn in Vigo, das über eine spezielle, umfangreiche Bibliothek, ein Filmarchiv, Kataloge, ein Fotoarchiv und geschichtliche Dokumente verfügt.


Folklore und ladinische Traditionen

Feste und Traditonen im Val di Fassa

Die Bevölkerung des Val di Fassa ist seit jeher stolz auf ihre Sprache und Ladiner Kultur. Dies hat dazu beigetragen, die Jahrhunderte alten Traditionen und Bräuche bis heute zu erhalten. Zahlreiche Veranstaltungen und Bräuche sind an religiöse Feste (vor allem der Tiroler Tradition), antike geistliche oder weltliche Rituale und an geschichtliche Ereignisse gebunden, die in der kollektiven Erinnerung weiterleben.

Hinweis: Der Ladiner Karneval


Ladinische Architektur

Heuschober, Vertreter der alpinen Architektur

Die Geschichte eines Tales lässt sich auch anhand seiner Architektur erkennen. Im Val di Fassa sind es die sogenannten "Tobié", charakteristische dunkle Scheunen, die wertvolle Abschnitte des bäuerlichen und handwerklichen Lebens in sich birgen. Sie sind besondere Zeugnisse eines ausgeglichenen Verhältnisses zwischen Mensch und Natur. Um mehr darüber zu erfahren: "Fassa montagna che scompare" von Damiano Magugliani, herausgegeben mit Hilfe Ladinischen Kulturinstituts in San Giovanni di Fassa (Vigo).


Das Tal der Künstler

Das fassaner Kunsthandwerk

Die Kunst der Holzverarbeitung zählt zu den eigentlichen Merkmalendes Val di Fassa. Die lokalen Kunsthandwerker stellen ihre Werke (Statuen, Basreliefs, Kruzifixe oder Einrichtungsgegenstände) in kleinen Verkaufsräumen aus, in denen man die typische Atmosphäre von einst erleben kann, welche an antike Handwerksmeister erinnert die mit ihren Meißeln und Werkzeugen das Holz schnitzen. Zu den wohl traditionellesten Produkten des örtlichen Handwerkes zählen vor allem die "Faceres", die typischen hölzernen Masken des Ladiner Karnevals, welche man tragen oder wie Bilder an die Wand hängen kann. Die Handwerksläden im Val di Fassa


Ladiner Sagen

König Laurin, Conturina, Barbolina, Ondina, Gordo und Vinella, Ciambolfin sind nur einige der Protagonisten der Legenden des Val di Fassa

Der majestätische Anblick der Dolomiten, die Felsen, die sich im Morgengrauen und bei Sonnenuntergang orange bis lila färben, die historischen Begebnheiten und die natürlichen und meteorologischen Phänomene, für die Jahrhunderte lang keine wissenschaftliche Erklärung gefunden wurde, wurden einst von der Bevölkerung in Mythen verwandelt. Wälder, Felsen, Böschungen und Seitentäler wurden von Fabelwesen belebt: So gab es zum Beispiel Vivenes, schöne und freundliche weibliche Wesen, die in den Bergen und Flüssen lebten; Bregostènes, hässliche, hinterlistige Weiber; Stries, bösartige und heimtückische Frauen; Salvans, wilde, zwielichtige Männer, Zwerge, Kobolde und viele andere Wesen. Geschichten, die an langen Winterabenden in der warmen Stube vor allem von Frauen erzählt wurden, die eine wesentliche Rolle in der Erhaltung der Ladiner Sprache und Kultur gespielt haben. Auch im Val di Fassa hat die Frau in den vergangenen Jahrhunderten stets unter Vormundschaft gelebt, zunächst des Vaters, dann des Ehemanns oder Bruders und hatte keinerlei Rechte, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Im Hause jedoch war sie der Mittelpunkt der Familie und nicht zufällig drehen sich die ladiner Legenden meist um weibliche Protagonisten.

Neben den Geschichten über einzelne Helden/Heldinnen wurden auch authentische Volksepen überliefert, wie z.B. jenes von Fanes (eine Volksgruppe aus den Dolomiten, die nur teilweise sagenumwogen ist), das zum Teil im Val di Fassa angesiedelt ist und seit einigen Jahren beim Fest "Festa ta Mont" am Anfang August im Val San Nicolò, oberhalb von Pozza di Fassa gespielt wird. Berge und Dörfer stehen dabei immer im Vordergrund, da die Legenden immer an bestimmten Orten entstehen und sich entwickeln. Marmolata, Sass Pordoi, Langkofel und vor allem Rosengarten zählen zu den mythischen Orten von denen die Legenden handeln. Aufgrund der vielen Geschichten über den Rosengarten, ist vor einigen Jahren der sogenannte Legendenpfad entstanden ("Do l troi de la contìes"),  ein bequemer Wanderweg in 6 Etappen und 6 Legenden die von Königen, Prinzessinnen, Hexen und Hirten erzählen, die einst in diesem Gebiet hausten.

Heute gibt es viele Bücher, die von den Legenden des Val di Fassa erzählen, wobei die ursprünglichen Erzählungen von Hugo de Rossi und Karl Felix Wolf immernoch zu den beliebtesten zählen. De Rossi (1875-1940) hat im Jahre 1912, nach zahlreichen Recherchen, das Buch "Fiabe e leggende della Val di Fassa" (Märchen und Legenden des Val di Fassa) veröffentlicht. Diesem Werk entnahm auch Wolff (1879-1966) Informationen für sein Buch "I Monti Pallidi" (Die bleichen Berge).



Die Ladiner: ein Volk, eine Sprache und eine tausendjährige Kultur


tourist-guide
VAL DI FASSA TOURIST GUIDE

Lade die offizielle App herunter. Val di Fassa Tourist Guide ist die kostenlose App für Tablet und Smartphone. Entdecke das Tal mit nur einem 'Touch'! Verfügbar auch für iPhone und Android.

Prospekte und Kataloge

Lade unsere Broschüren herunter Darüber hinaus kannst du um Zusendung einer Kopie zu deinen nach Hause bitten

Folge uns