5. April 2026 10:00 - 12:00
Am Ostersonntag findet auf dem Platz von Campitello wieder die traditionelle "Pechenèda" statt: ein unterhaltsames Spiel mit bunten Eiern, an dem Groß und Klein teilnehmen
Zu den tief empfundenen und authentischsten Osterbräuchen des Fassatals gehört ein Ereignis, das in Campitello nicht fehlen darf: die traditionelle "Pechenèda". Am Ostersonntag, ab 10:00 Uhr, belebt sich der zentrale Dorfplatz mit einem Wettstreit voller Spiel, Lachen und Geselligkeit, an dem Erwachsene und Kinder gleichermaßen teilnehmen. Wer wird das letzte Ei erobern?
Die Tradition des Kampfes mit bemalten Eiern ist im Tal noch immer lebendig und wird im Ladinischen mit dem Verb "pechenèr" zusammengefasst. Bei diesem Spiel, das paarweise ausgetragen wird, versucht jeder Teilnehmer, die Schale des gegnerischen Eies zu zerbrechen und es so zu erobern. Die Wettkämpfe finden "de spiz e de cuf" statt, also mit der Spitze oder dem unteren Ende des Eies. Früher waren es vor allem die Frauen und insbesondere die heiratsfähigen Mädchen, die am Karsamstag die Eier bemalten. Wenn am Ostersonntag ein potenzieller Verlobter zu Besuch kam, wurden ihm fünf Eier angeboten, gemäß einem ladinischen Sprichwort, das mit Ironie und Gefühl den Wert dieses Geschenks beschreibt: "Eins ist zum Geben, zwei sind zum Nehmen, drei kommen vom Hahn, vier sind zum Werfen und fünf sind aus Liebe."
Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Restaurant Agnello statt.
