17. Februar 2026 14:30
Die Strada Rezia ist mit dem großen Karnevalsumzug voller Masken, Farbe und Freude, begleitet von Musik, Tanz und Köstlichkeiten, die man als Snack genießen kann
Fröhlichkeit, Scherze, Tänze und viele Köstlichkeiten: Im Fassatal bringt der letzte Tag des Faschings Leben auf die Dorfplätze. Seit jeher ist dies einer der am meisten erwarteten Momente des Jahres, wenn auch die Erwachsenen zwischen Späßen und Wortwitz wieder zu Kindern werden - geschützt durch die Anonymität der "Faceres", kunstvoll geschnitzter Holzmasken von außergewöhnlicher Qualität, geschaffen von den Meistern des Tals. Für die jungen Leute markierte diese Zeit früher oft den Beginn eines neuen Lebensabschnitts: Zwischen Februar und März schlossen viele den Bund der Ehe. Doch der Fasching war auch ein Übergangsritus - ein Abschied vom Winter und ein Wunsch nach dem Neubeginn des Frühlings.
Heute lebt derselbe Geist in den Umzügen und Festen von Campitello, Vigo und Moena weiter - und verbindet die Ironie von damals mit der Energie von heute.
In Vigo startet das Fest um 14:30 Uhr mit dem Umzug der allegorischen Wagen. Den Zug eröffnen die ladinischen Karnevalsmasken "Bufon", "Laché" und "Marascons", die bereits am Sonntag in Campitello im Mittelpunkt standen: Mit ihrem Vorbeiziehen klingt die Faschingszeit symbolisch aus, bevor die Fastenzeit beginnt. Jedes Jahr steht ein neues Motto im Mittelpunkt - der rote Faden, der die Kreativität des ganzen Dorfes beflügelt. An den Wagen arbeiten Sport-, Kultur- und Freiwilligenvereine, die "Coscritti" von Sèn Jan (die Jugendlichen, die 2026 18 Jahre alt werden) sowie die Kinder aus Kindergarten und Grundschule. Sobald das gemeinsame Thema feststeht, beginnen die Vorbereitungen gleich nach dem Dreikönigstag: Nachmittage und Abende werden in Werkstätten und Hallen verbracht - mit Sägen, Farbe, Proben und viel Liebe zum Detail. Das Ziel ist klar: Alles soll rechtzeitig zum Faschingsdienstag fertig sein.
Gesäumt von Zuschauerreihen zieht der Umzug entlang der Strada Rezia bis nach Piaz J.B. Massar. Dort locken Düfte der Tradition mit Strauben, Apfelküchlein und Würstchenbrötchen. Und nach dem Umzug ist noch lange nicht Schluss: Die Feier geht bis in den Abend auf dem Piaz de Vich weiter - mit der mitreißenden Musik von DJ Fufu!
Das ist noch nicht alles. Dank der Zusammenarbeit mit dem Ladinischen Museum von Fassa kehrt eine ganz besondere Maske auf die Straße zurück: "Jandeluvio", die im vergangenen Jahr exklusiv bei der Parade in Campitello präsentiert wurde.Er ist eine Figur des Fassaner Karnevals, von Natur aus "überdreht": ein Riese mit riesigem Kopf, Protagonist grotesker und spektakulärer Geschichten. Traditionell wird Jandeluvio in Ketten geführt und von seinen Wächtern begleitet, die versuchen, ihn im Zaum zu halten und ihn daran zu hindern, in der Menge Unfug anzustellen. Schon sein Name verrät viel: Jan (Giovanni) + deluvio (Sintflut) - eine ironische Umschreibung für einen mitreißenden und unkonventionellen Charakter.
