Von Mitte Juni bis Mitte September wird das Fassatal erstmals über eigene Ranger verfügen. Carolina Chenetti und Marco Mazzel wurden vom Tourismusverband Val di Fassa für diese innovative und strategische Aufgabe ausgewählt, die darauf abzielt, den Empfang und das Urlaubserlebnis der Gäste während der besucherstärksten Sommermonate weiter zu verbessern.
Carolina stammt aus Moena, arbeitet im Winter als Skilehrerin und verfügt über Berufserfahrung im Tourismus, unter anderem in einem Reisebüro. Marco kommt aus Canazei, ist begeisterter Naturfreund und Wildtierfotograf, angehender Bergführer und Koch. Die beiden Ranger werden vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag im Einsatz sein – vor allem an den fünf Dolomitenpässen des Tals, dem Sellajoch, Pordoijoch, Fedaia-, Karer- und San-Pellegrino-Pass, sowie an einigen der bei Wanderern besonders beliebten Ziele wie Fuciade, dem Durontal und dem Val San Nicolò.
An ihrer markanten grünen Uniform leicht zu erkennen, stehen die Ranger den Gästen mit Informationen und praktischen Tipps zur Seite und helfen ihnen dabei, Routen, Wanderungen und Ausflugsziele auszuwählen, die ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechen.
„Wir werden an den meistfrequentierten Orten präsent sein“, erklären Carolina Chenetti und Marco Mazzel, „um Informationen zu den wichtigsten Straßenabschnitten, Wanderwegen und den zahlreichen Möglichkeiten in unserer Region zu geben. Immer häufiger besuchen Menschen die Dolomiten zum ersten Mal oder sind ohne die passende Ausrüstung in den Bergen unterwegs. Deshalb sehen wir unsere Aufgabe auch darin, Gäste zu informieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Bergwelt zu sensibilisieren, damit sie ihren Aufenthalt sicher und unbeschwert genießen können.“
Neben der Gästebetreuung übernehmen die Ranger auch Aufgaben in den Bereichen Kontrolle und Umweltmonitoring. Nach einer speziellen Ausbildung durch Bergführer und Vertreter der Bergrettung Val di Fassa werden sie Rastplätze an den Dolomitenpässen kontrollieren, um unerlaubtes Wildcampen zu verhindern, und darauf achten, dass Abfälle sowohl entlang der Passstraßen als auch auf den meistbegangenen Wanderwegen ordnungsgemäß entsorgt werden.
Mit der Einführung der Ranger investiert der Tourismusverband Val di Fassa weiter in Information und in ein nachhaltiges Besuchermanagement in den Hochlagen. Das Projekt ergänzt die Infopoints, die bereits seit mehreren Jahren an den wichtigsten Bergstationen der Liftanlagen des Tals – Col Rodella, Belvedere di Canazei, Ciampedìe und San Pellegrino – eingerichtet sind und an denen Mitarbeitende des Tourismusverbands täglich Auskunft und Unterstützung bieten.
„Die Ranger werden auch eine wichtige Rolle bei der Beobachtung der Besucherströme spielen“, betont Nicolò Weiss, Direktor des Tourismusverbands Val di Fassa. „Seit mehreren Jahren erfassen wir mithilfe eines Netzwerks von Sensoren entlang der meistgenutzten Routen Daten über die Besucherfrequenz.
Diese Informationen sind eine wertvolle Grundlage für strategische Entscheidungen zur Verwaltung und Instandhaltung der Wanderwege, für Kommunikationsmaßnahmen sowie für die Förderung alternativer Routen – mit dem Ziel, die Besucher gleichmäßiger über das gesamte Gebiet zu verteilen.“
Mit dieser Initiative reiht sich das Fassatal in die Nachbartäler Gröden und Gadertal ein, wo Ranger bereits seit mehreren Jahren im Einsatz sind, und unterstreicht damit sein Engagement für einen verantwortungsvollen Tourismus, bei dem die Qualität des Gästeerlebnisses im Mittelpunkt steht.
